Gedanken zur Migrantenbewegung

Ein beliebtes Schlagwort ist die Obergrenze aber was ist davon zu halten? Schließlich geht es um Menschen und nicht um Glühbirnen. Wirtschaftsgüter haben kein Bewusstsein und brauchen auch keine Würdigung. Menschen hingegen schon.

Ein anderer Aspekt der Bevölkerungspolitik ist auch nicht zu vergessen. Es ist fatal, davon auszugehen, dass es dem Staat, ohne genügend Personen die in diesem Land leben, gut gehen würde. Seit 1871 gab es keine erfolgreiche Bevölkerungspolitik. Allein im Osten sterben mehr Menschen als geboren werden. Wenn der Staat „Deutschland“ funktionieren soll, brauchen wir genügend Menschen die hier arbeiten und leben. Daher ist es unlogisch, Menschen auszuschließen, die nicht in unserem Land geboren sind.

Natürlich sind nicht alle Flüchtlinge/Migranten Engel. Das kann man aber auch nicht von uns Deutschen behaupten. Wenn uns eines die aktuelle Berichterstattung zeigt, dass Idiotie international ist. Donald Trump ist dafür das passende Beispiel. Nur weil sich einige Personen nicht vernünftig verhalten, gleich die Bevölkerungsgruppe zu verdammen, ist verabscheuungswürdig. Das hatten wir schon. Was hat´s gebracht?

Die Rechten fürchten die angeblich chaotischen Zustände und verursachen sie selbst, indem sie die Gesellschaft mit Anschlägen auf Asylheime und dauernden Demonstrationszügen auf Trab halten. Das zeigt sich an einem Beispiel: Vor ein paar Tagen hat ein Club in Chemnitz zum türkischen Abend eingeladen. Kurz darauf beschwerte sich jemand darüber, ob die Betreiber noch alle „Latten am Zaun hätten“. Vor ein paar Monaten hätte so ein Abend niemanden interessiert. Höchstens Kulturinteressierte. Warum also jetzt? Weil Gemäßigte sich zwischen zwei Seiten entscheiden müssen.

Ich verstehe, dass Antifa und Flüchtlingshelfer jedem helfen wollen und die Konservativen langsam Schnappatmung bekommen. Ich weiß auch, dass es unmöglich ist, jedem zu helfen, aber ich möchte auch niemanden im Stich lassen. Denn aktuell gibt es nur wenige Länder, die Flüchtlinge aufnehmen. Weil die Länder nur auf ihre eigenen Interessen beharren. Sie fürchten die Veränderung und die finanzielle Belastung. Kein Land tut etwas Sinnvolles, um diese Probleme zu beseitigen. Der Syrien-Einsatz hilft im Endeffekt wieder nur der Rüstungsindustrie, aber weder Assad noch der IS werden davon verschwinden und die islamischen Fundis bleiben bei ihrer Meinung, dass der Westen ihnen schadet. Stattdessen sollte man wenn nötig alle beteiligten Parteien zur Not an den Verhandlungstisch zwingen und einen vernünftigen Kompromiss erarbeiten. Alles andere ist nur unnötiges Blutvergießen.

 

 

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